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08.01.2021

Kein Computer, keine Teilhabe

Rummelsberger Hilfsfond vermittelt Hilfen in Höhe von mehr als 100.000 Euro

Nürnberg. Die Diakonie Deutschland fordert gemeinsam mit Menschen mit Armutserfahrung ein Bundesprogramm „Digitale Beteiligung“. Innerhalb von vier Jahren sollen digitale Zugänge für alle Bevölkerungsgruppen geschaffen werden.

Wie notwendig diese Initiative ist, bestätigt Karl Schulz, Vorstand Dienste der Rummelsberger Diakonie, aus der täglichen praktischen Erfahrung: „Mit dem ersten Corona-Lockdown im März 2020 haben unsere Dienste feststellen müssen, dass schulpflichtige Kinder und Jugendliche nicht selbstverständlich über technisches Gerät verfügen, mit dem sie online Unterrichtsangebote nutzen können.“ Es fehlte an Rechnern, an einem leistungsfähigen WLAN und anderen elektronischen Ausrüstungsgegenständen wie beispielsweise Druckern.

Dank der Rummelsberger Initiative „Hilfsfond für Menschen in Not“ unterstützt von vielen Spenderinnen und Spendern sowie den Hilfsaktionen der Nürnberger Nachrichten „Freude für Alle e.V.“ und Bayerischem Rundfunk „Sternstunden e.V.“ konnten mehr als 100.000 Euro eingesetzt werden, um betroffenen Kindern, Jugendlichen und ihren Familien zu helfen. „Dabei ging es nicht darum, neueste Geräte zu beschaffen und zur Verfügung zu stellen, sondern oft waren es gebrauchte Computer oder Laptops, die Schülern und Auszubildenden jetzt gut helfen, am digitalen Unterricht teilzunehmen,“ berichtet Diakon Mathias Kippenberg, Leiter der Spendenabteilung.

„Als Rummelsberger unterstützen wir die Initiative der Diakonie Deutschland,“ sagt Karl Schulz, der einen weiteren Aspekt der aktuellen Notlagen beleuchtet: Die ambulanten Dienste der Rummelsberger Diakonie haben in den vergangenen Monaten zu betreuende Familien aus Infektionsschutzgründen nicht aufsuchen dürfen, hatten aber gleichzeitig den Auftrag ihre Klienten weiter zu begleiten. Auch für diese Aufgaben konnte Geld aus dem Hilfsfonds in Anspruch genommen werden. Sie ermöglichen zumindest „Video-Besuche“ und eine damit verbundene Beratung bei hilfebedürftigen Familien und ihren Kindern. „Menschen, die durch unsere Dienste begleitet werden, haben nicht unbedingt das Geld, sich die notwendige technische Ausstattung zu beschaffen. Da konnte der Hilfsfond helfen,“ erklärt Schulz, der gleichzeitig betont, wie richtig die Initiative der Bundesdiakonie ist.

Denn Teilhabe am Leben bedeutet im Jahr 2021 eben auch Teilhabe an digitalen Formen des Unterrichts, Internet und Sozialen Medien. Insbesondere für Menschen mit geringen finanziellen Möglichkeiten brauchen wir öffentliche Mittel, um Digitalisierung für alle voranzutreiben. „Der Hilfsfond kann helfen, die Lösung dieser Mammutaufgabe ist er nicht,“ ist sich Schulz sicher.

Die Rummelsberger Dienste für Menschen begleiten Kinder, Jugendliche, Familien, Menschen mit Behinderungen und Senioren in ambulanten und stationären Diensten. Alleine in der ambulanten Jugend- und Behindertenhilfe sowie in den Förder-Schulen nehmen täglich weit mehr als 2.000 Klient*innen und ihre Angehörigen Rummelsberger Angebote wahr.

Wer den Hilfsfond unterstützen will, kann seine Spende an Rummelsberger Diakonie e.V., Raiffeisenbank Altdorf-Feucht eG, IBAN: DE89 7606 9440 0001 1855 00, Stichwort: Spende „Hilfsfonds“ richten.


Von: Diakon Georg Borngässer

Jugendlicher am Computer, Foto von Julia M Cameron von Pexels